Elternratgeber

Ist mein Kind reif genug für ein Camp?

Ein Feriencamp kann eine große Chance für Ihr Kind sein mehr Eigenständigkeit zu entwickeln. Es kann aber auch eine leidvolle Erfahrung werden, wenn Ihr Kind noch nicht so weit ist. Bevor Sie sich überlegen Ihr Kind an einem Camp teilnehmen zu lassen, sollten Sie sich mit einigen Fragen befassen, die die Entscheidung erleichtern können.

Hat mein Kind schon öfter ohne Heimweh bei Freunden oder Verwandten übernachtet?
Wie geht es Ihrem Kind, wenn es bei Freunden oder Verwandten übernachtet? Macht es von sich aus den Vorschlag außerhalb des Elternhauses zu übernachten? Wenn es dies schon öfters ohne Probleme erlebt hat, kann das ein gutes Zeichen sein. Umgekehrt kann starkes Heimweh bedeuten, dass Ihr Kind noch Zeit braucht und es noch zu früh ist für einen längeren Aufenthalt.

Freut sich mein Kind im Vorfeld auf Schulreisen?
Die Freude auf einen Aufenthalt außerhalb des Elternhauses ist ein gutes Indiz dafür, dass sich Ihr Kind in einer ungewohnten Umgebung für längere Zeit wohlfühlen kann. Wie hat sich Ihr Kind auf der Schulreise verhalten? War es ängstlich? Hat es viel Betreuung gebraucht? Oder war es eine positive Erfahrung?

Wie viel Eigenständigkeit beweist mein Kind bereits im Alltag?
Wenn sich Ihr Kind im Alltag eigenständig erweist, kann ihm das im Camp zugute kommen. Das neue Umfeld, die unbekannten anderen Teilnehmer und Zimmernachbarn erfordern ein aktives Zugehen auf die Anderen und ein gewisses Maß an Offenheit.

Was kann ich machen, wenn mein Kind Heimweh hat?

Heimweh kann bei jedem Kind vorkommen. Unser Betreuerteam ist darauf geschult und sensibilisiert. Tricks, wie guter Zuspruch, Ablenkung oder gar “Heimweh-Tropfen” helfen dem Kind das Heimweh zu überwinden. Jedes Kind hat bei uns eine/n Zimmerbetreuer/in. Das ist die wichtigste Vertrauensperson am Camp. 

Als Startercamp eignet sich unser Kids Camp für 6-11 jährige.

Wie kann ich mein Kind optimal für das Camp vorbereiten?

Wir haben Ratschläge für Sie, wie Sie im Vorfeld der Reise Ihr Kind bereits auf Heimweh Situationen vorbereiten können.
Wichtig ist, dass Sie dem Kind das Gefühl geben, dass es am Camp gut aufgehoben ist. Dass es eine schöne Zeit verbringen wird und vor allem, dass Sie darauf vertrauen, dass es ihm dabei gut gehen wird. Fördern Sie die Selbstständigkeit Ihres Kindes in dem Sie zB gemeinsam überlegen, welche Sachen mitgenommen werden können. Heimweh entsteht durch Verlustängste. Erklären Sie Ihrem Kind, dass Sie zwar als Eltern nicht am Camp sind, aber trotzdem erreichbar sind.

Ein guter Weg, um das Telefonieren nicht zu übertreiben, ist im Vorfeld bereits Telefonzeiten festzulegen. Zu viel telefonieren kann Heimweh stark erhöhen. Wenn sich Kinder gar nicht melden, ist das meist ein gutes Zeichen.  

Was tun, wenn mein Kind trotzdem Heimweh hat?
Bei den meisten Kindern spricht man von partiellem Heimweh, wenn es nur zu bestimmten Zeiten auftritt. Zum Beispiel nach den Essenszeiten, wenn es ruhiger wird. Meistens lassen sich die Kinder jedoch wieder gut ablenken. Sprechen Sie am besten mit dem oder der Zimmerbetreuer/in, diese/r kann die Situation oft gut überblicken und einschätzen.

Sollte das Heimweh über einen längeren Zeitraum nicht besser werden, ist es ratsam das Kind abzuholen und es im nächsten Jahr wieder zu probieren.

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